angst, wie alle gestimmtheiten, befindlichkeiten, bewegtheiten, ist, glaube ich, ein (repräsenter) ausdruck energetischer bezogenheit (relativum) oder wechselwirkender bezogenheit (correlativum) des menschen auf seine umwelt. die umwelt verliert den charakter des allgemeinen, sie wird konkret (beispielsweise in dem raubtier, das uns gerade bedroht). verliert die angst den charakter des bezugs auf konkretes (etwa auf ein bedrohliches tier), wird allgemein, dann bekommt die (um)welt im allgemeinen einen bedrohlichen charakter. die diagnose wird dann von einer angststörung sprechen. das eng- und engerwerden (in der angst) entspricht einer "information" an die außenwelt: mich gibt es nicht, ich bin eine verschwundenheit. oder, anders und gegenteilig ausgedrückt, du ungeheuer, du, das sich mir nicht zeigt, aber ich habe dich schon gesehen, hast mich bereits geschluckt, die arbeit ist getan, du kannst weitergehen ...
ein bruder von obahammagau, der wieder ist ein schattenwesen jemand, nein ein unjemand, der gewissermaßen ein negativ ist, nein, falsch, kein negativ, vielleicht ein antimaterium zur welt der ich-bildungen, der iche, zu jedem ich muß es (aus einer nicht manifestierbaren, nicht realisierbaren welt) ein nicht-ich geben, ein interpol(ations)-ich eine annahme zur unterstüzung des glaubens, daß es uns gebe daß wir ein gegebenes sind (datum) ein wesen zur unterstützung allen erzählens über und von uns dies nicht-ich ist also nicht real. es könnte dazu dienen jedes ich sowohl zu relativieren als auch zu stützen ein paradoxon in einer dualen welt (von ja und nein) ein belüftendes element aber in einer mehrdeutigeren, komplexeren sprache über uns
regentropfen regentropfen die an dein fenster klopfen
das merkest du hier dir oder dort da dir
die apropos-rede nimmt zum bleistift ein eben gefallenes wort zum anlaß, auf ein anderes thema überzuleiten, also einen themenwechsel herbeizuführen, man könnte also auch von stichwort-rede sprechen, ein nebenbei gesagt, um im vorübergehen, ganz nonchalant die themenhoheit zu erwirken. wer es mit jemandem zu tun hat, der es immer wieder schafft, gesprächsweise "obenauf" zu bleiben, also immer SEIN thema durchsetzen kann, sollte sich einmal in dieser apropos-technik des leisen themenwechsels versuchen. man "befreit" einfach ein wort aus dem engeren kontext der rede seines gegenübers, setzt über den weiteren bedeutungshorizont dieses worts ein umschaltrelais, das den wechsel ins eigene interessenfeld erlaubt. natürlich wird das über kurz oder lang zu spannungen führen, aber es besteht die chance, daß dann das gespräch an relevanz gewinnt — oder, im schlechteren fall, das gespräch als solches scheitert. natürlich gibt es auch die notorischen stichwort-redner, die in dieser technik unterwegs sind, ohne sich selbst darüber so recht im klaren zu sein. es geht also darum, in dieser technik, natürlich nicht prinzipiell, aber doch einmal versuchsweise ganz bewußt zu agieren.
zweifelsohne kann die stichwortrederei auch dazu dienen, jemandem gesprächsweise mit der kehrseite zu begegnen, wohlgemerkt, KANN. sozusagen ein