Dienstag, 11. Dezember 2018


(WORK IN PROGRESS)








wandbild aus arezzo, der "renaissance-stadt", die als petrarca-stadt berühmt ist —

und wegen der fresken piero della francescas in der basilika san francesco

das wort SOZIAL hat es in sich. denn irgendwie hat es immer mit GUT SEIN zu tun. jedenfalls, was unseren alltäglichen gebrauch dieses worts SOZIAL anbelangt. gut zu anderen. vor allen dingen zu benachteiligten im allgemeinen und zu hilfsbedürftigen im besonderen. nun ist das so eine sache. jeder, der von diesem wert SOZIAL erreicht wird, der wird hie und da an sich selber feststellen können, dass dieser wert in seiner aufdringlichkeit relativiert und irgendwie auf distanz gebracht werden will. so scheint es.
aufmerksamkeit, die wir erfahren, ist nicht allein hinreichend, um DA zu sein dort, wo WELT ist, verhandelt oder agiert wird oder sich als solche zeigt. es gehört auch die aufmerksamkeit dazu, die wir selber an den tag legen. denn dieses feld korrespondierender aufmerksamkeit bringt uns erst zur welt. wir werden gespielt und spielen uns aus: das ist teilnahme und -habe
burn out und depression sind ein mehr oder weniger massiver verlust an präsenz.
wenn wir SOZIAL im zusammenhang von (und im hinblick auf) SOZIALE(R) KOMPETENZ sehen, dann gehört zu der fähigkeit des perspektivwechsels (vgl. EMPATHIE) unbedingt auch die fähigkeit, sich im sozialen zu behaupten, eine hinreichend stabile persönlichkeit auszubilden, um überhaupt die kondition zu entwickeln für auseinandersetzungen in interessenfeldern, die das soziale leben immer auch dynamisieren. was macht uns also (mit)leidensfähigkeit und was hält uns vital am leben. und so weiter und so fort
präsenz und re-präsenz sind interessante begriffe.

aufmerksamkeit, so könnte man sagen, ist die währung im sozialen raum. dort bestehen zu können, umschreibt das, was wir SOZIALE KOMPETENZ nennen

aufmerksamkeit wird erlangt und gewährt, wird erregt und auf sich gezogen.

präsenz ist DA SEIN und schließt also immer mit ein: FÜR ANDERE und ist daher eine soziale kategorie

repräsenz bedeutet ein da sein in abwesenheit: etwas wird durch etwas anderes repräsentiert

das RE in repräsenz hat es in sich. es bedeutet ZURÜCK; zurück ist immer aus einem konnex von hin und zurück, bedeutet ein WIEDER HOLEN; ist wiederholung. insofern verstehen wir unter REPRÄSENZ (informelle) wiederholung.

informelle wiederholung leitet über in das, was wir auch VIRTUALITÄT nennen

wiederholbare daten sind gesicherte daten. es geht also um erinnerbarkeit, verfügbarkeit und ACCESS; letztlich auch bearbeitbarkeit

namen sind repräsentanzen par excellence; sozusagen LINKs, die accessable sind (oder auch nicht)

RE (hin und her bzw. zurück) bedeuten mithin GEGENläufigkeit

RE-flexion insbesondere selbstREflexion ein wiedeholtes aufnehmen, insbesondere selbstREflexion ein aufnehmen, der im sozialen raum interagierenden und kommunizierenden person, die sich im sozialen raum als solche erfährt


  40


... link (0 Kommentare)   ... comment




post aus dem april 2008



ordnung ist wiederholung
und beziehung/relation



bist du in dir drin? – hast du distanz zu dir? – wie kann man distanz zu sich haben? – das ist doch alles komisch, nicht wahr? diese redewendungen, die einen selbstbezug beschreiben, haben alle etwas bodenloses. du kommst unweigerlich ins schlingern, wenn du dich in diesen selbstbezogenheiten versuchst. aber: ein bezug von sich zu sich, wie sollte das gehen, wenn er sich nicht über irgendetwas verMITTElt, über ein medium (z. b.: die sprache). der mensch hat etwas geteiltes; z. b. HAT er einen körper, aber er IST auch Körper; oder: der mensch kann mit sich selbst nicht einverstanden sein (ich bin zu dick, zu klein usw.) ... etc
jede ordnung verifiziert sich nur durch ACCESS/zugriff vermittels wahrnehmung/(formen/bild/schrift/laut-)sprache/gedächtnis oder messung/darstellung/notat/speicher oder sonst ein bildgebendes verfahren




  9


... link (0 Kommentare)   ... comment


Montag, 10. Dezember 2018


wer ist moreson (of lessedady)?

das ist ein preisträgerdarsteller, um mit der wahrheit nicht nur nicht hinterm berg zu halten, sondern mit der tür gleich durch den stock zu krachen:

wenn irgendwo ein preis auf einen preisträger lauert, dann kommt moreson, der preisträgerdarsteller, und stellt sich wie ein ächter diener dem allgemeinen applausvolk zur verfügung.
und hier der text aus grauer vorzeit:
"Wie nur war ich in diese Geschichte hineingeraten? –

Jetzt aber, nach langer, immer wieder neu ansetzender, sondierender Lektüre bin ICH hier - und da liegt das BUCH (in dem wir uns befinden).

Es gibt mich also, und es gibt mich nicht, wenn Ihr versteht, was ich meine. Was mich umtreibt, ist die Gewissheit, der Wesenlose, der immerzu Andere zu sein. Das prädestiniert mich für ein besonderes Amt, nicht wahr?

Ich stehe im Dienste des Leichtsinns – und das ist ein schwieriges Amt. Es ist der Leichtsinn im allgemeinen gar sehr verleumdet. Viel Beschwernis wird für jedes Leben bereitgehalten, nicht wahr? Und darum braucht es diese ganz eigene Behörde, deren einziges Mitglied ich bin und deren Vorsteher zugleich, ja.

Dieses mein Ich ist immer und überall ein jeweils angenommenes; mein Ich geht im Ungefähren auf. Im Ungefähren gibt es die scharfe Trennung zwischen Wahrheit und Lüge nicht. Mein Ich in eine Definition (Genauigkeit) hineintreiben zu wollen, kommt einem Versuch gleich, es auszulöschen. Aber da es dieses mein Ich ja nicht gibt, ist es auch unzerstörbar.

Da und dort werde ich hier in diesem Buch zu entdecken sein, gleichwohl ich mir eine Zurückhaltung auferlegt habe, die mir niemand zutraut, der mich halbwegs kennt. Ich habe versucht, zwischen den Zeilen, zwischen Beteiligt- und Unbeteiligtheit, zwischen Ausgesprochen- und Unausgesprochenheit, gleichsam auf Schleichpfaden durchzukommen – um schließlich mit unwiderstehlicher Energie aus diesem Buch wie Phönix aus der Asche hervorzugehen. Eine Bravourleistung der Selbsthervorbringung, wie der berühmte Baron M., der sich am eigenen Schopfe aus den Wassern gezogen hat.

I)

Da, wo der Roman – ungefähr - endet und die Welt beginnt und umgekehrt, wohne ich; und es gibt Stellen innerhalb, die gleichwohl ein Außerhalb sind, teuflische, kleine Stellen, die einem heiligen Chaos angehören und die die geheimen Quellen einer jeden Geschichte, eines jeden Lebens darstellen.


Meine Augen schmerzten vor Helligkeit.
Wo war ich?
Welche Nacht nur hatte mich ausgespuckt?
Was war das?
Ich spitzte die Ohren. Ich hörte … ja, was? –
Es wurde leiser … immer leiser … wie ein… abschwellendes, wegrückendes Bellen, das von einem in der Ferne verwehenden Gelächter bald nicht mehr zu unterscheiden war."


moreson of lessedady   25


... link (0 Kommentare)   ... comment


Freitag, 16. März 2018


wir – das ist DHONAU (in großen lettern).
unsere firma, mit einem chef alias dhonau (zur unterscheidung extra in kleinen buchstaben geschrieben) steht in einem wettbewerb mit all den anderen firmen dieser branche.
die firma besteht nur aus einer person, die aber im sinne des internationalen verlautbarungsrechts VERANTWORTLICH ist: dhonau ist zuständig für die vielen mitarbeiter (und -innen?), die in ihm hausen und sich überall einzumischen drohen, andauernd quatschen sie, meist ohne aufgerufen worden zu sein.
jeder weiß das. jeder kennt das: du willst deine ruhe, aber unaufhörlich meldet sich etwas in dir, der firmenkörperschaft), und quatscht drauflos, bis der um einheitlichkeit bemühte chef realisiert, dass die belegschaft nur sehr bedingt auf ihn, den chef, hört. wie aber wird aus der kakophonie, dem sound der unkoordinerten inneren stimmen die eine stimme, mit der die firma sich im forum zu wort meldet. und forum das ist der marktplatz, die oder eine öffentlichkeit, wo die firmen zur allgemeinen wahrnehmung kommen. mehr oder weniger. aber wenn diese eine stimme sich anhört wie ein chor, der etwas durcheinandersingt, dann ... äh ... ist das gar nicht so selten. denn ein guter chef will ja nicht alle seine mitarbeiter unterdrücken oder zum schweigen bringen, der will nicht nur gerechtigkeit walten lassen, der will auch zur aufführungsreifen


  25


... link (0 Kommentare)   ... comment


Mittwoch, 7. März 2018


niemand

ist jemals

in seinem eigenen inneren gewesen


Raffael 026
UND DAHER und daher, haben wir alle INFORMATION nur aus einer vermittlung, aus der medialität (ausdruck, symptom, zeichen etc); daher ist weltbewandertheit immer auch gekoppelt an die fähigkeit, zeichen lesen und verstehen zu können, egal, ob wir im urwald oder in new york unterwegs sind. wenn ich zum beispiel bauchweh habe, zeigt sich das an den schmerzen, an der hand, die zum bauch geht. die mutter fragt, hast du bauchweh? jetzt ist ein inneres in das soziale geschehen als sprache (zeichensystem) eingegangen, jetzt ist ein inneres geschehen als solches beZEICHNET, jetzt hat der kleine gelernt: das ist bauchweh, aha; aber kein mensch hat je den vorgang bauchweh als solchen gesehen, ja selbst das sehen ist nur eine vermittlung über die zeichen, die das licht im wechsel mit dem sinnesorgan auge produziert usw

inside — das meint hier allgemein ein INNEN, das nach ausdruck verlangt und feedback; vielleicht auch ein ETWAS, das per DISPLAY an die oberfläche in ein (gleichwie) ACCESS, zur VERFÜGUNG kommen soll, in einen modus des bearbeitbaren usw.

und outside — das ist UMWELT

das umschalten von inside nach outside und umgekehrt, das ist medium


  37


... link