Montag, 21. Juli 2014



(c) dhonau(c) dhonau(c) dhonau(c) dhonau(c) dhonau(c) dhonau(c) dhonau(c) dhonau(c) dhonau(c) dhonau

der bald einmal berühmt werdende fußballer

BONICHITO DURST

spricht aus der zukunft:

"ich bin auch nur ein spielerfraumann!"



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Montag, 20. Januar 2014


würde





WÜRDE — das ist ein begriff als gehe es darum, einen anfang vor dem anfang zu finden. als würde die würde schon vor dem menschen dagewesen sein; ein quasi vorgefundenes RECHT, das nicht erst durch uns per konvention gesetzt (also begonnen) wurde.

WÜRDE ist also UNANTASTBAR, weil sie NATUR



RECHT ist und nicht VON uns menschen kommt; kein richter darf sie außer kraft setzen, keine wie immer geartete LEGISLATIVE gewalt darf sie suspendieren ...
was aber soll das sein: EIN ANFANG VOR DEM ANFANG?

anfang und ende, das ist wie geburt und tod, also etwas aus dem LEBEN genommenes. damit stellt sich allen lebewesen, sofern sie sich auf sich selbst beziehen können, die frage, was diesem anfang vorhergehe. aus dieser unendlichen fragerei kommen wir aber nur heraus, wenn wir dies muster ANFANG-ENDE nicht absolut setzen. so sagen wir zum beispiel: die WÜRDE DES MENSCHEN ist ohne anfang und ohne ende, also absolut.
wenn es also VOR allen GESETZ-ten rechten rechte gibt, geben soll, die dem menschen gleichsam aus seiner natur erwachsen, die ihm also vor allen rechtskonventionen zukommen, dann haben wir eine sphäre vor uns, die jeden menschen schützt (nach maßgabe eben dieses naturrechts), auch und vor allem dann, wenn er in seinem verhalten rechtswidrig in erscheinung getreten ist. das fehlverhalten, auch das von außerordentlichen tabubrüchen, wird dergestalt auch als NATÜRLICH gekennzeichnet, nicht wahr?
Grundgesetz

I. Die Grundrechte

Artikel 1

(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

(3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.

die würde des menschen —



was ist das?
ein gedanke aus spekulativer freiheit:

würde kommt von werden — dem werden in all seinen konjugationen bis hin zum geworden sein.

[(menschliche) würde – etwa im herkunftswöterbuch des DUDEN – wird zwar vom adjektiv wert abgeleitet, doch das wiederum kommt jedenfalls der denkbaren möglichkeit nach vom verb werden]

der so oder so gewordene, sich selbst resümmierende mensch will sich haben — in einer geschichte, die er sich selbst erzählt, nicht wahr?

er will mit sich bei sich angekommen sein, um wieder und überhaupt in die start-position zu gelangen. um vom bloß passiven angefangen sein in das aktive (sich selbst) beginnen zu gelangen.

mit der geschichte seines werdens richtet er sich auf.
und: mit der aufrichtung, dem aufrechten gang, der aufrichtigkeit sich selber gegenüber ist das verbunden, was wir menschliche würde nennen.

und dennoch: die würde des menschen steht ihm allein durch sein menschsein zu. würde zu haben, ist an keine weitere voraussetzung oder irgendeine zu erbringende leistung gebunden. so heißt der titel eines buchs von ernst bloch NATURRECHT UND MENSCHLICHE WÜRDE
ein mensch kann das schlimmste tun, er verliert dadurch nicht das recht der menschlichen würde (das i. die im grundgesetz verankerte UNANTASTBARKEIT der würde )

das hat nichts damit zu tun, daß ein mensch als solcher immer in der verANTWORTung seines tun und lassens steht.

wer einem menschen respektlos begegnet, der sich selber respektlos benimmt oder benommen hat, verliert an haltung.

so gewährt man nicht erst dann seinen mitmenschen höflichkeit, wenn sie sich das verdient haben. denn höflichkeit ist kein wert, den sich die mitmenschen erst verdienen müssen, sondern auch höflichkeit ist ein begriff der haltung


mensch   84


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