(hvs-32) herr v. scheußenbach STEHT IN EINER EINKAUFSSCHLANGE ...
um sich die zeit ein wenig nutzlos zu vertreiben, und wählt doch eine funktionale form, sagen wir mal, als ob er vergessen hätte, wie NORMAL geht. daher sagt er zu seinem vordermann, irgendwann bin ich dran, worauf der antwortet, als wäre er allein für diese antwort gekommen: "dich wer'n mir auch noch drankriegen!"
tja, denkt da herr scheußenbach von-und-zu, es ist gar nicht so schwer, in gesellschaft allein zu sein.
das kuckucksei: als ein principiumder informationsübertragung im interpsychischen raum
der böse kukuschkass hat eine botschaft in eine ander' botschaft hinein verpackt, welchjenige da lautet: sei deines glückes schmied. diese schale botschaft, diese glücksschmiedbotschaft nämlich, birgt eine andere, hungrigere, viel hunrigere, die zu böser letzt alle botschaften rausschmeißen wird aus den fittichen des merkurius und zwitschert: hallo, hallo! ach wie gut, daß niemand weiß, daß ich kukuschkassi heiß, und daß ich ein krummes ei bin. aus mir wird einmal ein gefährliches infomagazin werden mit lauter schußfertigen letalen zwischenzeilen anstatt diese blöden gutwilligen kleinbürgeropferzeilen. ich, das kukuschkass-ei, bin die bedeutungheit auf der suche nach ihrerr schlagfertigkeit,
ein palimpsest
ein schmuggeltext, eine umwälzende text—igkeit in einem volumen (=buch), auf das du dich stellen oder setzen oder, das du als unterlage nehmen kannst. aber vorsicht, viele sagen, es sei heilig, und daher steht zu befürchten, daß dich selbiges, kaum daß du dich plaziert hast hintwärts, es dich in deinen höchstselbigen arsch beißen wird.
das kukuschkass-ei soll in sich eine nachricht haben an alle völker der welt, sie mögen das wort GLÜCK tilgen aus alle' wörterbücher und münder, ansonsten sie nie heimgesucht werden können von dem SOTER aus dem WEISSEN KREUZ IM ROTEN BREI – so lautet die titelseit' der geheimbotschaft: sei mächtig! vertraue der mächtigkeit der palimpsest-botschaft
den suitentanz, nachdem der hupf-auf beendet. er schreitet und schreitet. er schreitet seinen stolzengang entlang. an diesen freunden vorbei, die ihre gesichter aufgestellt haben. herr von und zu scheußenbach, fürst paralala, spielt den fremden, der einzug hält in der HOIMAT
von seiner prominenten parallelität — egal, was geschieht, er hat damit soviel zu tun, wie eine gerade mit irgendeiner ihrer parallelen. herr v. scheußenbach ist ein fürst der unbeteiligtheit, wenn so etwas verqueres zu sagen noch gestattet sei ...
wenn in ihm die trompete POSAUNT. hei, denkt er, wie kann das sein, daß es durch ihn hindurchflötet, obgar alle seine saiten gespannt sind. es sind die tasten, mit denen er sich seiner umgebung versichert. alle die knöpfe springen, wenn er ganz MUSIK ist. ja, wo immer er hingreift, bebt das orchester, das er selber ist. so also lache ICH, denkt der konzertierende herr von und zu scheußenbach ...
wenn er über sich hinauswächst, indem er unterirdisch wird, weit vor sich hinzielt, immer weiter hinunter in die nie-gewesenheit eintaucht, die immer noch und immer heftiger in ihn hineinblitzt und donnert, er ist immer noch zuviel zukunft, zuviel vergangenheit, sagt er, und er lutscht dabei an seiner zigarette, während der rauch schon längst in alle winde zerstoben ist. nichts denken kann man vielleicht nicht, denkt er, aber in der nähe von nichts herumzudenken, mit einer gewissen konzentrierten zerstreutheit macht sinn, um eine kostprobe davon zu haben, wie es wäre NICHT ZU SEIN.
vorschlag zur güte und zum neuen jahr: gehen Sie so dahin im trott lassen Sie sich nicht beirren – morgen ist auch ein tag den Sie an sich vorüber rauschen lassen können...
machen Sie irgendetwas, das in der nähe von nasebohren, aber ein bißchen weniger ein igitt ist. schauen Sie sich vielleicht beim nichtstun zu, das will auch gelernt sein. nicht wie diese gschaftlhuber, die einen gemeinschaftssinn vorschützen, wenn Sie sich mal wieder breitmachen wollen. nein, soo sind wir nicht. wir sind die protagonisten einer armen statistik, einer erhebung über dem dünnen atem einer überlebten zeitgenossenschaft. Sie wissen, wie wir selbst, nicht, was das sein soll. aber aus einem unerfindlichen grund leiden Sie deswegen keine not. Sie sind einfach, geben Sie es zu, ein genie, ein leeres genie, auf keinem gebiet bewandert, ein genie in der irre, die sich welt nennt. ein genie der planlosigkeit. ein von einem faulen gott abgesandter engel, dem eine botschaft mitzugeben, vergessen worden ist.