man kann sich so an den themen, die da und dort herumliegen, durchhangeln, das reicht für ein gefühlchen, unterwegs zu sein. stell dich mitten auf den boulevard und warte auf einen nächstbesten und frag ihn nach der uhrzeit, ein anachronismus, eine außerhalb der zeit stehende frage nach der zeit, kein mensch fragt das mehr, überall stehen uhren herum, handy in der tasche, aber du stehst da und regelst deinen bedarf nach sozialem leben, indem du dich mit einer forciert harmlosen frage unter die menschen mischt, jeder zuckt zunächst mal zusammen, nein, zuckt gar nicht, sondern setzt eine miene auf von minimalster (ein ganz verbotener superlativ) verbindlichkeit, in der erwartung pfielleicht nach 50 cent fürs telefon (wieder so ein anachronismus) gefragt zu werden, eine immunreaktion quasi auslösend bei den an sich schon reizüberflutet überbehelligten zeitgenosssen. die boulevards heute sind fußgängerzonen, wo alles einkaufen ist und klamotten ausführen – und als dienstleistungsbeansprucher cool sein heißt, alles in selbstverständlichen beiläufigen gesten zu erledigen, aber nicht in überhöflicher manier und entschuldigen Sie bitte, ich habe meine uhr vergessen, eine jahrgangs-citizen, könnten sie mir vielleicht bestätigen, daß ich nicht von gestern bin, eigentlich bin ich performance-künstler, abteilung sozialskulptur, als ich noch jung und radikal war, hab ich touristen angebellt, die dann münzen in einen hut geworfen haben, der da zufällig herumlag, aber heute frage ich nach der uhr, um herauszufinden, wie klein man sich mit einer einzigen piepsenden frage machen kann, höchste eisenbahn für dich, sagt ein anderer vorbeilaufender anachronist, der die vorüberziehenden menschenimitatoren mit guten-tag-wünschen versorgt, schon wieder so ein performance-künstler, so ne soziale plastik, ein wandelnder euphemismus, früher haben sie so einem einen pranger hingestellt, um ihm öffentliche aufmerksamkeit zu schenken, aber heute machen sie daraus ein casting für eine reality-tv-show. da drüben steht einer mit einem geschau wie eine kamera. ja, hier, im zentrum geht was ab ...
selbst in den linksaufgeklärtesten kreisen gibt es frauen, die gegen die quote argumentieren. aber. seit der einführung der gleichberechtigung sind in den vorständen, so das paradebeispiel, die frauen fatal unterrepräsentiert.
man könnte sagen, was muß ein mensch auch unbedingt dort verloren haben.
nun gibt es seit der aufhebung der apartheid in südafrika vor nunmehr zwanzig jahren nicht etwa eine anhebung des wohlstands für die schwarzen zu loben, sondern das gegenteil: die weißen haben mittlerweile einen noch höheren anteil an arbeit und wohlstand in der südafrikanischen bevölkerung
frauen und schwarze? — da kommen wir doch schnell in fahrwasser, die uns ins strudeln (also in strudelwasser) bringen
was macht einen mensch sexy?
wir sollten einfach mal wild durcheinander fragen.
bis einem die üblichen antworten auf den leim gehen
überall im land liegen meinungen herum, benutzt und weggeworfen
ach du liebes bißchen, wo haben wir die krawatte hingeworfen?
schon wieder so eine hemdsärmelige frage, nich wahrlein.
"das war einmal ein baum gewesen, den haben böse hindurier umgehauen, in ihrer sprache heißt das: vergessenheit, die uns kleidet
oder auch: erinnerung, die uns entblößt
oder (ihre sprache ist sehr vieldeutig): baum ist ich, und die blätter: wir"
hier der link zu dem entsprechenden, nicht mehr aktiven früheren blog, als DHONAU noch SASSERAK (blogname: sasseraks private eyephone) war:
die hagmeisterin heißt bei den hinduris ...
die frau, der die ausbildung der grenzgängerinnen anheimgestellt ist, sie ist nicht etwa outgespaced, wie wir es heute vielleicht sagen würden, nein, sie ist diejenige unter den hindurifrauen, die den sichersten stand in der gemeinschaft hat, wir würden das geerdet nennen; nur darum kann sie es sich erlauben, in die sphären einzutauchen, die mit nicht-wissen, nicht-kennen, nicht-sehen usw charakterisiert werden könnten.(dh.-posting v. 22.5.08)
herr VON + ZU befand sich in einer runde, in der sich ein paar menschen, so schien es jetzt, zusammengefunden hatten, sich ein wenig zu sortieren, gelegenheit zu haben, sich durch die worthandlung zu besondern, sich durch das abgehandelte wort voneinander zu unterscheiden. und so waren die teilnehmer, ausnahmslos männer, alsbald auf das thema FRAUEN gestoßen, zwangsläufig, wie man meinen könnte, doch das schien ihnen selber zuletzt klar zu sein.
von und zu scheußenbach, der schreckliche baron, ließ sich hinreißen und ironiserte gegen die MODERNE FRAU. er, der tapfere unter den einäugigen, der unverdrossene unter den begriffsstutzigen, der wandersmann unter allen stubenhockern, bewundere vor allem die erfindung des MULTITASKING (eine raffinierte ummantelung der weiblichen konzentrationsschwäche). der modern-irritierte mann (in dieser eher altmodernen ausprägung mittlerweile schon wieder im verschwinden begriffen) ist insgesamt ein wenig versteift, wenn er das so sagen dürfte, nicht wahr, sprach da der prekäre freiherr in seiner betont elaborierten art, nicht wahr. da war es an dem feinsinnigen freigeist aus einer metzgerdynastie, sein name tut hier nichts zur sache, jenes furchteinflößende wort in seiner ganzen lapidaren lautsinnlichkeit über die lippen rollen zu lassen: F..RR..AUUUU...EN
frauen wollen männer, aber was für welche, ist, scheint mir, unklar, so unklar, das in ihm, dem luxurierten abkömmling des schlachtadels, langsam der verdacht aufsteige, das ziel sei diese unklarheit selber, die das geschäft der desorientierung der männer betreibe, nicht wahr.
der von sich selbst erheiterte, altgewordene vertreter der metzger-jeunesse dorée ließ ein nachhallendes schweigen folgen, damit die hier versammelten endlich zu dem wohldosierten beifall kommen konnten, zu dem die whiskytrinker (glenfarclas oloroso sherry cask, also ein in alten sherryfässern gereifter single malt whisky) gerade noch in der lage waren, nicht wahr.
frauen, sprach da der inbegriffliche DRITTE, das sei ein thema für sich, nicht wahr ...
ein einziges großes nervöses netz – größer als alle welt
oh, was ist ein gletscher? was ist ein gletscher? was ist ein gletscher? — das das das ist außercharming oberoberoberanticool. ja, nur eine zu unrecht völlig diffamierte chose wie hysterie kann dem gletscherphänomen korrespondenz halten, you know you know.
alles alles, was ist, kommt aus einer UNZEIT, irgendwoher hierhin dorthin verschleppt — und diese ganze obernervöse angelegenheit alles lebendigen ist verbunden durch schwarze materie oder was sonst so an approximativen unterwegs ist, diese verbundenheit von allem, was lebt, in die rede zu bringen — ja, und schon ist es falsch, nur weil es gesagt ist, nur weil es da steht, ist es falsch: denn alles, was hier oder da IST, kommt durch eine art gletscherverschleppung wie von außerhalb der zeiten, der raumzeiten, der differenzbestimmten welten.
raumzeit ist die oberste differenzstruktur, aber differenz ist letztlich und zuerst eine im großen RAUSCHEN eingebettete bezogenheit auf diese ohren diese augen diese sinne, welche in nervösen netzen verschaltet sind.