wenn wir über wetten-dass redeten, müßten wir uns zuvor – um im RAHMEN zu bleiben – darüber verständigt haben, aber nur im vorübergehen, auf die blödmarke, die diese sendung darstellt (leer, hohl, nichtssagend); dann wären wir bei dem, was diese sendung am rande des besprechungs- und beziehungswahns der total verblödeten republik ist, nämlich AUCH (und schlußendlich vor allem) ein verständigungsmittel der blödheimer im blödland. der blödheimer ist der vornehmere bruder des blöden. während wetten-dass über alle blödigkeit (das ist die offensive schwester des blöden) hinweg in einer erhabenen inhaltslosigkeit erstrahlt und der große meister GOTTSCHALK (ein nachgerade überzeugender künstlername) quasi mit einer großen wundertüte herumgeht, aus der er ein nichts nach dem anderen herauszaubert und dabei ein genialisch-leeres lächeln dazu auspackt in stoischer dauerwiederholung. während er, der dalai lama der leeren unterhaltung und der nation, selber den orden darstellend, den er sich redlich verdient hat, verdrehen alle dauer-gymnasiasten der überqualifizierten bildungsschicht die augen. aber das sehen sie ein: irgendwo müssen ja die blöden eine heimat haben.
und wieder hat einer am schlabbern seine eigenen phantomtiere erkannt, man-glaubt-es-nicht, und in hollywood haben sie wieder einen film-für-uns-alle gemacht, und boris-becker(-weiß-auch-nicht-mehr-warum-es-ihn-gibt) ist da mit seiner neuen sparflamme; irgendwelche deutschen schauspieler sind auch dazu bereit in diesen orden, der für-alle-und-niemand-da-ist einzutreten. und gottschalk, der zeremonienmeister des übergreifenden nichts, stellt die einzige frage, die in dieser sendung erlaubt ist, an die verrückten der nation und den rest der welt: bei aller verrücktheit sind wir doch, geben Sie es zu, dochdochdoch NORMAL-wie-du-und-ich geblieben? ja, herr gottschalk, da haben Sie recht, wir wissen auch nicht, wie wir das ganze und diese sendung überstehen ... nur einmal, vor hundert jahren etwa, war ein gewisser KLAUS KINSKI da, den fragte der pfingstochse der nation diese mörderfrage: lieber klaus, du bist ja bekannt als ein ganz verrückter uhu, aber wenn man dich näher kennt, dann ... gell ... sag, du empfindest doch auch wie du-und-ich und liebst die menschen, die da vor dir in der andacht liegen, weil sie es nicht glauben können, was Sie da sehen? – sag, klaus, du bist doch auch irgendwo ein ganz NORMALER MENSCH, oder? doch der kinski schaute dem gottschalk genau zwischen die augen und schickte ihm die letale botschaft: junge, ich weiß gar nicht, was du meinst. der gottschalk wiederholte seine frage in x variationen, aber der kinski blieb hart: ICH DICH NIX VERSTEHEN, KUHHIRTE (aber wenn ich dich allein im dunkeln zu fassen kriege, blase ich dir den garaus)
gut, der kinski, da hatte der anwalt der NORMALEN, unser tommy, schon recht, war irgendwo irgendwie und ganz zum schluß auch einer-wie-du-und-ich, vor allem in dem moment, wo er anfing, solange ins gras zu beißen, bis er verschieden war (von allen hinterbliebenen) das war der paradoxe heilige moment, wo er für alle zeit und in ewigkeit-amen NORMAL wurde ...
jedes bewußtsein ist nur möglich, weil es gegen, mit, an, in der nähe von, etc. anderen "bewußtseinen" stattfindet. (denn wie die sprache, mit der doch jedes bewußtsein einhergeht, nur aus dem ZWISCHENmenschlichen herkommt, so gilt das auch für alle anderen gewährsformen (s. die steuer-/speichersysteme) des lebens. (so wie ein quantentheoretiker, wenn ichs richtig verstanden habe, auf die frage, was war zuerst da: henne oder ei? antworten würde: das ODER. anders ausgedrückt: die relation, die beziehung etc.) ein bewußtsein, das ist die EINE welt, wie sie in bezug auf ein menschenleben hin organisiert erscheint. daß wir von EINER EINZIGEN + GANZEN welt sprechen, als ob sie ein abgeschlossenes system sei (das ja immer ein INNEN u. AUSSEN nahelegt), liegt an diesem (projektiven) bezug von einem menschenleben/bewußtsein auf die gegenstände (des bewußtseins) hin, das sich nur als ein einzelnes (individuales) abgeschlossenes denken kann mit einem bezug auf eine (uns bergende) transzendenz, die wir z. b. als seele denken, in der gleichsam alles höhere repräsentiert ist. wir übertragen unseren begriff des lebens auf alles, was dem leben vorausgeht, nachfolgt oder was es übersteigt. [um einerseits wohl seine hinfälligkeit (endlichkeit) zu pulverisieren (siehe: das ewige leben) und andererseits, um alles jenseitig dunkle doch noch "auf den letzten drücker" durch die helligkeit unseres verstehens zu erfassen] aber auch diese zeitlichkeit ist eine bloße kategorie des lebens. dennoch muß man deswegen nicht notwendigerweise ein agnostiker in der allerletzten konsequenz sein. denn die wahrheit läßt sich vielleicht nicht in eine unumstößliche formel bringen, aber daß es sie gibt, zeigt sich vor allem dann, wenn wir auf diesen ihren begriff nach einer äußersten denkmöglichkeit verzichteten. es bliebe dennoch wahrheit übrig. das ist ein lied, das sich quasi selber singt, in das wir zuerst gleichsam pantomimisch einstimmen (ein lippenbekenntnis sozusagen) – solange, bis wir glauben können, es wäre allein unserem erkenntnisvermögen geschuldet – und dann fangen naturgemäß wieder alle zweifel an, die all unser tun und lassen begleiten ...
... ist im falle seiner außerordentlichen eignung die vertriebssau im bankensystem. die daher alle einkommen von ackermann und co in den schatten stellten, auch und vor allem weil sie den banken die schweinerenditen lange zeit verschafft haben, die in der nähe des utopischen angesiedelt waren. (und damit die drecksarbeit verrichteten und implizit dafür herhielten, die seriosität der banker aufrechtzuerhalten; jedenfalls ist es schwer, diesen gedanken zu unterdrücken)
der olympische gedanke IMMERWEITERIMMERHÖHER (maximierung) hinwiederum war schließlich nur noch mit doping umzusetzen – ein ächter dealerjob, der die diversifikation von anlagepapieren ins nebulöse steigerte, so daß kein schwein mehr den überblick hat und die virtualität von geld und kapital zu dimensionen steigerte, die im letzten aber doch nichts anderes darstellen als KETTENBRIEFE, die geld aus allen möglichen gieraffen herauszaubern und an deren ende die blöden stehen, die in dem fall wir alle sind, denn das erpresserische ausmaß des schwindels bestehet ja darin, daß sich die staaten und die steuerzahlende allgemeinheit nicht leisten können, die institutionen, die den geldverkehr und die finanzströme organisieren, einfach fallen zu lassen. vor diesem hintergrund nur ist die dreistigkeit zu verstehen, mit der die "bankster" (s. spiegel dieser woche) immer noch in ihren BONI-himmeln schwelgen, weil der bankster ein profi darin war, sich der öffentlichkeit und anderen sozialen kontrollen zu entziehen. ich würde ihn als einen magier oder medizinmann des kapitalnebels bezeichnen, der wie weihrauch uns betört hat und uns an die übersinnliche kraft des geldes hat glauben lassen, ein zeremonienmeister der ganz besonderen art
mit SERIOSITÄT verband sich bislang beinahe inbegrifflich SCHWEIZ und BANK wenn wir das mit der aktuellen wirtschaftskrise zusammenhalten, gibt uns das auch auskunft, welchen sinn der begriff der seriosität (im quell-kontext sozusagen) hat: nämlich macht zu organisieren und autorität zu stabilisieren
so kritisch diese einsicht auch daherkommen mag, so sagt sie uns mit kühlem mut betrachtet nur, was zur grammatik des DURCHSETZENS gehört; egal welche INNUNG sich gegen ein AUSSEN formiert, immer handelt es sich um durchsetzung von herrschaft; formierung ist aber hier nur ein allgemeinerer ausdruck von dem, was seriosität meint
der erhellend bis verräterische gegensatz zu seriosität ist SCHARLATANERIE
sch. zeigt sich unter obiger schillernder betrachtung als ein element, das nicht nur einen gegensatz zu autorität markiert, sondern stellt zugleich auch eine aspektierung des begriffs der autorität dar