was gäben wir für das wissen wie eine welt OHNE UNS eigentlich aussähe (mit augen, die nicht zu uns gehören, aber uns doch alles zeigen)
ein ding gibt es nur durch andere dinge. wobei hier unter ding alles zu verstehen ist, was zugriffsfähig, thematisierbar, paradigmenfähig ist; was zu sprache gekommen ist, sich eben als ding bewährt hat, nach maßgabe möglicherweise eines anderen, besonders ausgezeichneten dinges etc. auf dieser ebene wäre auch der mensch ein DING, eine größe, auf die alles andere bezogen ist. ("das maß aller dinge", wie das berühmte protagoras-diktum lautet) mit einem [ding] gibt es zugleich unzählige [dinge] in einem DINGFELD (angelehnt an den feldbegriff der physik).
die alte witzfrage: WAS IST TIEFER, TASSE ODER TELLER? mit der witzantwort: ODER (als der fluß, haha) birgt mehr klugheit, als der witz ursprünglich in seiner infantilen fadheit transportieren kann.
wenn wir nun diese konjunktion ODER als beziehung (relationschifff) verstehen, dann sind wir in ganz modernen einsichten unterwegs, wie sie etwa in der quantentheorie zum ausdruck kommen, und die antwort auf die frage, was war zuerst da: DIE HENNE ODER DAS EI? ist auch diesesfalls ODER (als relationsbegriff, der auf ein namenloses und objekt- und subjektloses feld verweist, das darum aber kein NICHTS ist, — schwer zu verstehen, eigentlich gar nicht zu verstehen; es ist als wollten wir eine welt ohne uns zimmern, in die unser erkenntnisvermögen dennoch hineinreicht (besser: implantiert ist), eine welt vor (oder: nach; oder: neben; oder: parallel) unserer welt
die frage HENNE ODER EI ist etwa von jener struktur und gewinnt jetzt deutlich an relevanz: ODER als konjunktion (wie beispielsweise elektromagnetische spannung ein beziehungsausdruck) hat derart eine erzeugende kraft. es gibt also etwas nicht durch sich selbst oder ein anderes etwas, sondern weil es eine konjunktive (wie natürlich auch eine disjunktive) eigenschaft eines feldes gibt, die die dinge, über die wir reden, zur erscheinung gebracht haben. aber damit haben wir bereits angefangen, über etwas zu reden, das mit unserer sprache gar nicht zu erreichen ist. (Sie, lieber leser brauchen sich also nicht zu grämen, wenn Sie nicht verstehen, wovon hier die rede ist, denn IST beim besten willen nicht zu verstehen, und der sinn des hier unternommenen liegt gerade darin, an der grenze des verstehbaren ein wenig auf der lauer zu liegen ...
also ist die korrekte antwort auf die frage, was war zuerst da: HENNE oder EI? natürlich:
[das] ODER
was aber ist die relevanz einer solchen einsicht? die ist für mich, der ich hier als dhonau unterwegs bin, ganz außerordentlich, denn es handelt sich dabei nicht mehr oder nicht weniger um die einsicht, es könne so etwas wie einen anfang dessen, was unser leben übersteigt, welche worte wir auch immer dafür finden, gar nicht geben, denn anfang (und folglich auch ende) sind allein aus der sicht (dem paradigma) des lebens genommen. und das ist durch geburt (anfang) und tod (ende) bestimmt. das leben aber, nicht das individuelle, sondern das leben überhaupt (als ein phänomen UNSERES universums) ist dagegen paradoxerweise nicht bestimmt durch anfang und ende. es ist aus den kosmisch-energetischen prozessen (unter anderen) mit uns zugleich da. ebenso wie raum und zeit. die paradigmen von wahrnehmung. wahrnehmung ist unterscheidung, ist wahrnehmung von unterschiedenheiten (in raum und zeit). wahrnehmung ist auseinanderteilung in ein beobachtendes subjekt und ein beobachtetes objekt (und beschrieben aus dieser warte des beobachters, also relativ) diese DIFFERENZ von SUBJEKT und OBJEKT entspricht strukturell-logisch dem, was in der bibel als der SÜNDENFALL bezeichnet ist, denn was ist es anderes als die anmaßung einer welterzeugenden instanz, also GOTT, wenn die welt gleichsam unter den augen eines EINZIGEN (UR-)BLICKs sich entfaltet. selbst der urknall als die physikalische spekulation eines uranfangs hält als solche nicht stand; zwar ist der urknall weiter ein thema, aber seine interpretation als die geburtsstunde allen seins scheint in diesem zusammenhang völlig obsolet. hört also auf, spricht es dergestalt zu den menschen, Euch zum vorbild universaler welten zu machen.
seele meinen wir und nicht: psyche wenn wir den traum ansprechen der alle wirklichkeit übersteigt
warum stellen sich menschen in und durch kunst dar, warum treiben sie wissenschaft, warum erzählen sie sich ihre geschichte(n), warum spielen sie (zetbe fußball)?
stellen sich mnschn treiben schaft, ählen geschchte(n), (zetbe fuß)?
warum stellen sich menschen in und durch kunst dar, warum treiben sie wissenschaft, warum erzählen sie sich ihre geschichte(n), warum spielen sie (zetbe fußball)?
vielleicht, um aus den tausend möglichen antworten, die es auf diese fragen gibt, eine eher entlegene variante auszuwählen: weil sie sich atmen hören ..., nachdem sie die beine in die hand genommen haben ...; dieses atmen kommt also in die mache: wird musik, wird sprache, wird sich-atmen, meditation, versammlung etc. ...
in und durch kunst dar, warum treiben zetbe fußball)?
die traumfähigkeit der menschlichen seele — das ist doch mal so schnell dahingesagt.
sobald ein satz mit seele kommt, steigt sogleich der verdacht auf, daß wir im super-reich des allgemeinen geschwurbels gelandet sind. irgendwie läßt sich mit seele alles und nichts verbinden.
an dieser stelle kommt dhonau ins stutzen. vielleicht, ja, vielleicht haben wir mit dieser aussage über SEELE ins vage zentrum dieses begriffs getroffen?
wenn dieser begriff der seele so UNBEGRENZT in allen möglichen aussagen einsetzbar ist, dann ist das eine QUALITÄT, über die wir nicht so einfach hinwegreden sollten. wir könnten diese qualität nämlich dergestalt als AUFFANGEND charakterisieren. und wenn diese qualität der seele, die doch einem jedem menschen zugesprochen wird, wirklich zukommt, dann bleibt doch die frage zu beantworten, worauf sich diese qualität des auffangenden bezieht?
es scheint also so zu sein, daß dieser begriff nicht eine bedeutung hat, die auf etwas eindeutig bestimmbares verweist. auch diese beobachtung entspricht doch einigermaßen unserer erfahrung im umgang, den wir und andere mit diesem begriff haben. jeder kann sich darunter alles mögliche vorstellen, viele wollen das "große wort" deswegen dennoch nicht für überflüssig erklären. vermuten wir in der DHONAUFABRIK jedenfalls.
warum?
das liegt in eben jener qualität des auffangens, die wir dem begriff als konstituitv unterstellt haben.
wenn alles leben, insbesondere das menschliche, durch anfang und ende, durch geburt und tod begrenzt ist, so ist alles menschliche fragen, alles existenzielle leiden doch wohl damit ursächlich und wesentlich verbunden. und dieses so umschriebene leiden ist im licht etwa eines kindlichen staunens, das in jedem menschen hoffentlich nicht ganz erloschen ist, solange er lebt, unfaßbar.
es muß doch also etwas in uns geben, das diesem leiden ein gewichtiges ausgleichendes moment entgegenhält.
da es sich aber um unsere ENDLICHKEIT handelt, die unser leiden beschreibt, unser besinnungsloses hineingeworfensein in die welt wie unser trostloses einmal zurückgestoßenwerden in die große finsternis, muß etwas in uns sein, das diese irrlichternde endlichkeit, diese niederdrückende begrenztheit konterkariert.
die seele ist also wie eine leere stelle, die von unseren wie auch immer klugen sätzen vielleicht gerade noch erreicht, aber nicht wirklich erfaßt werden kann, die also ausgespart ist, so daß wir notgedrungen nur darum herumreden können. (daher haben wir in einem anderen beitrag von der selle als einem interpolationsbegriff gesprochen)
aber wenn dieser begriff einen sinn machen soll, dann nur, wenn er uns mit einer wie immer gearteten unbegrenztheit oder unendlichkeit verbindet.
anders gesagt, der uns in unserer begrenztheit, unserer verlorenheit auffängt, — seinem sinn nach jedenfalls
soeben erreicht uns, die DHONAUFABRIK, eine nachricht als reaktion auf das gadamervideo von der traumfähigkeit der menschlichen seele, die wie so oft das politische herz empört. als gäbe es etwas, das uns alles abnähme, was uns das leben abverlangt, eine schicksalshörige instanz, die uns ungeschützt den weltläufen ausliefert. nein. das kann natürlich mit SEELE nicht gemeint sein, denn mit diesem begriff regeln wir nicht unser persönliches, noch gar unser allgemein gesellschaftlich-politisches leben. es gibt eine alte vulgärmarxistische seelenfeindlichkeit, die die auf sie zurückgehenden bewegungen selbst derart geschwächt haben, daß all diese marxistischen versuche gegen unterdrückung und ausbeutung politik, realpolitik zu machen, wohl auch deswegen bis dato sehr dürftig ausgefallen sind, wenn wir es recht überblicken
SCHWARZ SIND DIE LÖCHER aber sie stehen auch für eine ahnung daß nicht alles aus anfang und ende IST
was uns erhebt, ist etwas, das gegen die mühsal alles denkens gesetzt ist: das sind auch diese sätze, die wir nicht bloß SAGEN, sondern solche, mit denen wir zur welt kommen, seelensätze sozusagen und den träumen abgelauscht, die größer sind als unser geflickschustertes ego
schauen Sie die traumgeborenen sätze, welche zeugnis ablegen gegen die alles verschlingende finsternis ...
"wenn wir die traumfähigkeit der menschlichen seele wieder ehren lernen" (siehe auch ...)
(hvs-67) herr von scheußenbach der kosmo-aristokrat (collagierte neuedition)
herr von scheußenbach ist ein wenig, also wirklich nur ein wenig, ein kleines bißchen, ein klitzekleines beißerchen redselig und vielleicht auch albern gestimmt. das hat ihn hinaus in die stadt getrieben. er führt sozusagen seine DEPLAZIERTHEIT spazieren. oder heißt es nach neuerer rechtschreibung: deplaTZhiertheit spaTZieren? da fällt dem geneigten chronisten ein (auf dem stuhl sitzend und doch aus dem steg-reif), daß er mal einen cartoon vor zig jahren vor sich hatte, das zeigte (bild 1) einen hundebesitzer, der zu seinem hund PLATZ! sagte, und (bild 2) schon (peng!) platzte der folgsame in tausend hundefetzen. vielleicht hatte unser herr von und zu scheußenbach aus scheußenbachhaußen eine nuance von diesem witz in seinem gefühl der depla(t)ziertheit mit sich getragen, mit welchem er in die stadt spaziert und an diesem studentencafé schon halb vorbeigegangen war, als er sich entschloß, auf der stelle kehrt zu machen und in eben jenes einzubiegen und schnurstracks an die theke zu wackeln und der studentenbedienung unumwunden beizubringen, daß er in die stadt gegangen war, ohne irgendeine genaue vorstellung zu haben, was er eigentlich in ihr zu tun gedächte. auf diese weise sei er in dieses café, das offensichtlich für junge unfertige menschen bestimmt sei, gekommen, er, der überhaupt nicht mehr junge, dafür aber umso fertigere mann frage sich nun, ob sie nicht irgendeine ecke für verirrte deplazierte hätten, wo er ein wenig rast halten könnte? sind Sie raucher? ja, gab der von scheußenbach zurück. dann können Sie sich draußen hinsetzen. wenn Sie wollen serviere ich Ihnen ein witzki handwarm. haben Sie einen GLENTHANATOS? nein,
diasporium der deplazierten
tut mir leid, aber wäre Ihnen mit einem GLENEROS gedient? so saß der herr von und zu bald auf einem thonet vor dem lokal und schaute leer und zufrieden in die stadtwirrnis hinaus, bis er endlich einen veritablen SPATZ im visier hatte, der da in einer pfütze stand und aber so was von blöd in die gegend glotzte. mein gott, dachte der herr von scheußenbach da, mein gott!
herr von scheußenbach will butoh eurobutoh das ist das existenztheater das sagt urknall hat es nie gegeben, aberaber in jeder sekunde gibt es den urknall den sekundenurknall jede sekunde ist ein knall vergleichbar mit dem knallgetränk das wir sekt nennen andauernd knallt es in einem fort, aber diskret – im gegensatz zum: kontinuum (des ununterbrochenen). herr von scheußenbach sagt alle die einen anfang haben wollen den anfang finden wie mit einem ariadnefaden den weg finden zurück und heraus aus ihrem leben vor ihr leben und einmal ihren anfang in den händen haben wollen, nicht wie diesen real-bewußtlosen anfang nein die wollen also sogar noch vor diesen anfang kommen um den anfang des anfangs zu verstehen; aber es gibt keinen wahren (individuellen) anfang genauso wenig wie es einen universalen gibt, auch kein ende natürlich, denn das leben, die existenzweise des einzelnen aus einem vielen heraus, taugt nicht zu einem universalparadigma, es gibt kein absolutes muster, nach dem alles gestrickt ist, nein, das gibt es nicht, weil es nicht einmal ein GEBEN gibt, sagt ein professor ohne lehrbefugnis im haus des herrn v. scheußenbach, der von sich sagt, er ist ein durch sich hindurchgehender im
pandämonium der selbstbezogenheiten ( freie radikale )
so heißt die diversifizierende kraft, welche unzählige verschiedenheiten der menschen-typen hervorbringt wie diejenigen, die voll und ganz sie selber sind, so satte persönlichkeiten wie der KERNER vom fernsehen oder solche die in augenscheinlicher differenz zu sich selber ihr leben fristen wie der HARALD SCHMIDT ebenfalls vom fernsehen oder auch solche die sich andauernd optimieren müssen wie eine nie versiegende resource in einer art selbstausbeutung etc etc herr von scheußenbach verkörpert den typus des neben sich selbst stehenden in vollendung, herr von scheußenbach ist in außerordentlicher eleganz DANEBEN. unbrauchbar im sozialen sinn. sehr nützlich in einem übergeordneten sinn, denn von ihm geht nullkommanix die ausstrahlung weg, er könne auch nur irgend jemandem in irgendeiner klitzekleinsten angelegenheit helfen, er gehört nicht im ansatz zu irgendwelchen seilschaftsfähigen menschen, netzwörkern. aberaber er ist der tröster ohne worte er ist der endzeit-typus, er veranschaulicht den von der todesnachricht gehetzten menschen, daß es ein leben gibt ohne rechtfertigung ein leben ohne sinn frei von sinn frei von allem vorher nachher absolut frei unheimlich frei frei vor allem auch von sich selber ein leben das nicht jede sekunde (in der urknall-kaskade) festhalten will in erinnerungsalben. herr v. scheußenbach ist ein priester ohne religion ohne gemeinde ohne bethäuser herr v. scheußenbach ist ein könig ohne reich herr v. scheußenbach ist nicht einmal herr von scheußenbach wie diese ICHe, die sagen: ich bin ICH, nein so was vulgäres könnte herr von scheußenbach nie sein, denn er ist ein KOSMO-ARISTOKRAT (ohne stammbaum, versteht sich, ohne vor- und nachfahren)
hier endet der im titel angezeigte, neu aufgelegte ältere dhonaubeitrag zum thema kosmo-aristokrat.
eben, donnerstag, den 13. oktober 2011; 12:30 h, ereilt uns über eine im referrer angezeigte google-suche ein älterer begriff von kosmo-aristokrat — o heiliger schauer, und also der ordnung des altgriechischen stadtstaats verpflichtet.
ABER.
wenn wir zetbe daran denken, daß im sujet der alten amerikanischen western das grundmuster war, daß in irgendeiner stadt gewalt und willkür herrschte, die von der oligarchie, meist der mächtigsten viehzüchterfamilie, ausging, die alles einschließlich des marionettensheriffs in der hand hatte, bis endlich ein fremder held in die stadt kam, sich den stern ans hemd heftete und für recht und ordnung mit dem schnellsten aller revolver sorgte — da war LAW & ORDER kein reaktionärer begriff, sondern markierte eine utopie von der gleichheit vor dem gesetz und von unumschränkt geltender gerechtigkeit.
UND.
so ist der kosmo-aristokrat ein ruler, der maßstäbe setzt, was manieren und gezielte absenz angeht an den tresen dieser welt. saufen, aber nicht umkippen. dasein und zugleich fort. ganz ohr für den jeweils übernächsten, nicht wahr. alle nur beispielsweise gesprochen, nicht wahr?!
das utopicum ist, der infamen individualitätsideologie das zu nehmen, was wir access nennen. nicht mehr per mausklick zur verfügung stehen, dasein und doch fort, nicht wahr?!